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  • AutorenbildStephanie Hasler

Der Garten im Monat Mai und Juni

MAI – Der Kräuter und Gemüse-Monat


Nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sind in der Regel keine Nachtfröste mehr zu erwarten, was bedeutet, dass auch die frostempfindlichen Kübelpflanzen und Sommerblumen sowie Kräuter und Gemüse nun ins Freie dürfen. Der Mai ist definitiv die Hochsaison in Sachen Aussaat und Pflanzung.


Doch auch diejenigen, die keinen Gemüsegarten haben, müssen auf eigene Kräuter, Tomaten, Gurken oder Erdbeeren nicht verzichten. Der Wunsch nach selbstgezogenem Gemüse wächst bei den Menschen immer weiter an. Damit liegt das Urban Gardening sehr im Trend. Das coole ist, dass man dafür keinen Garten besitzen muss. Eine kleine Ecke auf dem Balkon bzw. der Terrasse reicht völlig aus.


Wer die Aussaat verpasst hat oder sich diesen Schritt sparen möchte, kann auch bequem von einem breiten Angebot der Pflanzen-Setzlinge in den Gärtnereien und Gartencentern profitieren.


Perfekt geeignet für Balkonkästen, Balkon-Hochbeete oder Töpfe sind z. B. Radieschen, Kohlrabi, Zuckererbsen, Rote Bete, Paprika, Mangold, Puffbohnen, Zwiebeln, Knoblauch u.v.m. Auch Pflücksalate wie Lollo Rosso, Lollo Bionda, Eichblattsalat oder Batavia Salat sind perfekt für Balkon geeignet. Der Vorteil hierbei: Die Blätter können einzeln geerntet werden. So hat man mehrere Wochen lang frischen Salat, den man immer wieder ernten kann.



JUNI – Der Rosen-Monat




„Wenn Zeus den Blumen eine Königin geben wollte, müsste die Rose diese Krone tragen“, schwärmte die griechische Dichterin Sappho vor rund 2.600 Jahren.




Rosen sind kaum aus einem Garten, einem Balkon oder einer Parkanlage wegzudenken. Über 30.000 Sorten stehen mittlerweile Rosenliebhabern zur Verfügung. Die Hauptblütezeit der Rosen liegt im Juni und Juli. Die öfter blühenden Rosen erfreuen einen teilweise bis in den Oktober hinein und einige wenige kontinuierlich bis zum ersten Frost.


Was gibt’s jetzt, in dem Monat Juni, bei den Rosen zu tun?

Regelmässiges Entfernen verblühter Blüten sorgt für einen langanhaltenden Flor. Bei Rosen ist es wichtig, diese immer wieder auf Krankheiten und Schädlinge zu überprüfen. Bei Befall von Blattläusen, denen die Rosen oft ausgesetzt sind, hilft ein altbewährter Tipp: Die Brennnesseljauche. Brennnesseln sind ein effektives, natürliches Mittel gegen Blattläuse. Um daraus ein einsetzbares Schädlingsbekämpfungsmittel zu erhalten, sollte die Pflanze zu einer Jauche oder einem Sud angesetzt werden. Die Jauche erfordert jedoch etwas mehr Geduld und kann z. B. bei einer zu grossen Menge auch als effektiver Dünger eingesetzt werden.



Unser Tipp: Brennnesseljauche ansetzen


Utensilien:

  • 1 Behälter mit Deckel aus Plastik, Ton oder Holz, das 1-1.5 Liter aufnehmen kann (Metall ist nicht geeignet)

  • 7 Stück junge Brennnesseln

  • 1-1.5 Liter Wasser (möglichst Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser)


Verarbeitung zur Jauche (Dauer 2-3 Wochen):

  1. ca. 7 Stk. Brennnesseln sammeln und grob zerkleinern

  2. Brennnesseln auf 1-1.5 Liter Wasser ansetzten, Behälter mit Deckel gut verschliessen

  3. 2 bis 3 Wochen warten

  4. Mehrmals täglich umrühren

  5. Jauche ist fertig, wenn sich keine Bläschen mehr bilden und diese stinkt

  6. Jauche danach durchs Tuch abseihen und in eine Sprühflasche füllen (nicht verdünnen)


Anwendung:

  • Pflanzen besprühen

  • Bei erneutem Befall die Anwendung nach 14 Tagen wiederholen


Achtung! Besprühen Sie Ihre Pflanze nie bei Sonnenlicht mit der Brennnesselflüssigkeit! Die Blätter könnten Schaden nehmen und verbrennen.

Was auch immer Sie auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse erfreut, der frische Duft der Kräuter oder angenehmer Duft der Rosen, wir wünschen Ihnen einen schönen Frühling und viel Freude beim Gärtnern.

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